Motifation
   
 

Ein User Interface Management System für OSF/Motif

Motifation ist ein interaktives Entwicklungswerkzeug für den C-Programmierer, der unter OSF/Motif seine grafische Benutzungsschnittstelle entwerfen und Kontrolle über den kompletten C-Quellcode haben will. Der Entwurf vollzieht sich in einem hochgradig interaktiven Arbeitsprozeß, an dessen Ende die automatische Generierung aller Quellcodes steht. Neben dem C-Quellcode werden auf Wunsch ein Makefile, ein Imakefile und eine Klassendatei generiert. Aus den generierten Quellen kann somit unmittelbar ein fertiges Programm erzeugt werden.


Eine Beispielsitzung mit Erläuterungen

Browser

Der Browser erlaubt das Navigieren in der Dialoghierarchie, die mit Motifation aufgebaut wird. In der mittleren Listbox werden das aktuell selektierte Widget invertiert und alle Geschwister-Widgets nicht-invertiert angezeigt. Die rechte Listbox enthält etwaige Kinder und in der linken Listbox wird die Elterngeneration angezeigt. Im Textfeld Widget Name kann der Name des aktuell selektierten Widgets eingestellt werden. Dieser Name ist gleichzeitig der Variablenname im späteren C-Quellcode.

Creator

Der Creator ist eine Palette von Widgets, die auf dem aktuell selektierten Widget erzeugt werden kann. Alle Widgets, die nicht erlaubt sind, werden ausgegraut dargestellt.

Attributboxen

Callback-Attributbox

Die Callback-Attributbox definiert die Verbindung zwischen der Oberfläche und den Anwendungsroutinen. In der linken oberen Ecke befindet sich ein OptionMenu. Hier kann man für das aktuell selektierte Widget den Callback- oder Eventhandlertypen auswählen. Darunter kann man die C-Funktion angeben, die aufgerufen werden soll und die Datei, in der sich diese Funktion befindet. Motifation sucht beim Codegenerieren nach dieser C-Funktion. Wird sie nicht gefunden, generiert Motifation eine sogenannte Dummy-Funktion, die den korrekte Prototypen enthält und eine einfache printf-Anweisung.


Features

Anbei sollen Ihnen in unsortierter Folge eine Reihe der wichtigsten Eigenschaften und Fähigkeiten des User Interface Development Systems Motifation gegeben werden.

  • ein integrierter Simulator erlaubt es, die graphische Benutzungsoberfläche frühzeitig zu simulieren; insbesondere Callbacks bzw. Eventhandler lassen sich auf diese Weise ideal testen;
  • Motifation unterstützt sämtliche OSF/Motif Callbacks und auch alle Eventhandler des X Window System;
  • das Hypertext-Hilfesystem XpgHelp erläutert Ihnen mit deutschen Hilfstexten das Arbeiten enorm. XpgHelp ist übrigens auch separat erhältlich; Sie können dann Ihre eigene Applikation mit einem Hilfesystem versehen;
  • graphische Übersicht über die gesamte, von Ihnen erstellte Hierarchie der Benutzungsoberfläche mit Hilfe des Dokumentations-Tools;
  • kontextsensitive Attributboxen, die die Eingabe aller von OSF/Motif angebotenen Attribute auf übersichtliche Art und Weise möglich machen (unsinnige bzw. verbotene Attributkombinationen werden dabei erkannt und unterbunden);
  • gut lesbarer C-Quellcode - wahlweise in ANSI-C oder Kernigham-Ritchie-C;
  • automatische Erzeugung von Funktionsrümpfen (Dummies) zu den von Ihnen definierten Callback- bzw. Event-Handlern; diese enthalten bereits die korrekten Callback-Prototypen;
  • reguläre Ausdrücke für Textfelder zur Überprüfung der korrekten Eingabe durch einen Endbenuzter Ihrer Oberfläche; Sie können mit diesem Hilfsmittel beispielsweise definieren, daß ein Text-Widget nur noch Zahlen aufnehmen kann;
  • Motifation unterstützt die Erzeugung von Klassendateien ;
  • Unterstützung von Farbgraphiken (Xpm), Resolution Independance, ActionProcedures, Fallback-Resourcen und viele weitere Features, die OSF/Motif bzw. das X Window System bietet.


Motifation wurde entwickelt von Dr. Manfred Pöpping und Dr. Peer Griebel.